Begegnung in der Kunst
Musik-Theater-Fest
7. Juli 2007,
Kirchheimbolanden

Meine Damen und Herren - Dideldum!
mehrmals ab 14.00 Uhr

Sechzehn bunte, merkwürdige Figuren - ein großes Bild steht in der Landschaft. Plötzlich wird es lebendig und bewegt sich fort, musikalisch begleitet. Die Figuren bleiben stehen, ein Spiel entwickelt sich, bis das Geschehen wieder im Bild erstarrt. Der Zug geht weiter... Max und Moritz, die Witwe Bolte, Schneider Böck, die „fromme“ Helene, Onkel und Tante Nolte, der Dichter Balduin Bählamm, weltweit bekannte Figuren aus Wilhelms Buschs satirisch-komischen Bildergeschichten bevölkern den Schlossgarten. Wie die Figuren, durch die visuelle Interpretationsmühle der „Schlumpermaler“ gedreht, erfahren auch die Geschichten Buschs eine eigene Interpretation durch die Schauspieler von „Meine Damen und Herren“.?Angelehnt an die Moritatenform der Geschichten Buschs kommentiert ein kleines Musikensemble mit Akkordeon, singender Säge, Stimme und Standschlagwerk das Geschehen und gibt dem skurrilen Bilderreigen zugleich die Form. Eine Straßenperformance auf der Schlossgartenwiese, gespielt vom Hamburger Theaterensemble "Meine Damen und Herren", nach Kostüm- und Bildentwürfen der Künstlergruppe „Die Schlumper“.


Ohrenkuss ...da rein, da raus -
Mongolisch ist Mongolisch und klingt wie Mongolisch
mehrmals ab 14.00 Uhr

„Es war eine schöne Fahrt vom Hotel zum Flughafen. Da hat es geregnet. Da haben wir noch eine Musik gehört. Dann haben wir mitgesungen. Von der Liebe und von ihrer Mutter und der Großmutter. Und von der Freiheit. Zum Abschluss hat der Fahrer alleine gesungen, muss ein gutes Gefühl gewesen sein. War ein schöner Abschied. So ein gemischtes Gefühl – ich wär gern ein bisschen länger geblieben, aber dann bin ich auch wieder froh, dass ich daheim gehen kann.“ (Veronika Hammel in der Mongolei) „Ohrenkuss ...da rein, da raus“, die Zeitung, die von Menschen mit Down-Syndrom gemacht wird, hat ihrer bemerkenswerten, vielfach preisgekrönten und zunehmend medial begleiteten Erfolgsgeschichte ein weiteres spektakuläres Kapitel hinzugefügt. Im Sommer 2005 ist die Ohrenkuss-Redaktion aus Bonn zur Vorbereitung eines Magazins in die Mongolei gereist – mit dem Logbuch, dem Zeichenstift und der Kamera auf den Spuren Dschingis Khans. Das Magazin ist längstens im Handel, die RedakeurInnen sind nun mit einer Mongolei-Lesung live zu erleben im Schlossgarten.


Mary Greenwood - Rock4Integration
18.00 Uhr

Das Motto der Band Mary Greenwood lautet schlicht und einfach: Ob mit oder ohne Behinderung - wir bringen zusammen, was zusammen gehört! Gegründet 1997 in Maria Grünewald, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Wittlich, rocken sich Mary Greenwood seitdem mit ihrem Alternativ-Rock durch die Lande. Behinderte und Nicht-Behinderte MusikerInnen lassen es lustvoll krachen. Coole Rapper, fantastische Sängerinnen und Sänger, ein genialer Luftgitarrist, eine groovige Rhythmusgruppe, der weltbeste Bandvorsteller und vor allen Dingen Spaß und Spontaneität bestimmen die Gigs. Rock4Integration!


Stoppok solo
20.00 Uhr

Stoppok, seit Jahren in Deutschland als großartiger Musiker und exzellenter Gitarrist verehrt und u.a. zweimal mit dem SWR-Liederpreis ausgezeichnet, präsentiert eine unverwechselbare Mischung aus Folk, Rock, Rhythm'n Blues und Country, kombiniert mit hervorragenden deutschen Texten. Er singt mit feinem Humor über die Widrigkeiten des Alltags und profiliert sich dabei immer wieder neu als kritischer Betrachter seiner Umwelt. „Jeder, der noch ein bisschen Hirn im Kopf hat und sich gern Geschichten erzählen lässt, den interessiert das, was ich mache. Man kann dazu wippen. Man kann den Texten folgen, ohne zu erröten.“ Stoppok teilt sich die Bühne immer wieder gern mit den Transsylvanians, die er zufällig bei einem Konzert erlebt und sie daraufhin zu seiner Konzertreihe „Stoppok und Artgenossen“ eingeladen hat.


Transylvanians
21.00 Uhr

Die Transsylvanians schaffen eine Balance zwischen osteuropäischem Folk und Ska, zwischen kunstvoller Hommage an Béla Bartók und der unbekümmerten Anarchie des Punk. 1996 fing alles auf der Straße an. Seitdem spielen die Transsylvanians mit Hungarian Speedfolk ihr Publikum und sich in Ekstase. Mitreißend und kraftvoll brechen sie in Sekundenschnelle das Eis zwischen Bühne und Zuschauern. Komponist der Band ist Andras Tiborcz. Seine ungarische Seele entlädt sich in teuflischen Violinsoli, Gesang und mitreißender Performance. Die Kontrabasslinien und die Stimme der Frontfrau Isabel Nagy verschmelzen zu einem trügerisch sanften Gesang, um im nächsten Moment atemberaubend zu explodieren. Verdichtet wird die Spannung durch Hendrik Maaß' Gitarrenriffs und die treibenden Beats des Schlagzeugers Thomas Leisner. Die Transsylvanians lösen stilistische Grenzen auf, um ihre Konzerte zu unwiderstehlichen Parties werden zu lassen!